Typische und untypische Festplattengeräusche
Klick, klick, klick! Klack, klack, klack! - Mechanisch kaputte Festplatten äußern in der Regel durch entsprechende Geräusche, dass sie nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren.
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Festplattengeräusche

Die Geräusche, welche von einer intakten Festplatte zu vernehmen sind, sind die akustisch kaum wahrnehmbaren Rotationsbewegungen (Antrieb) der Datenträgerscheiben sowie das Klicken des Schreib-/Lesekopfs bzw. der Köpfe zur Initialisierung des Laufwerks. Andere Festplattengeräusche - wie übermäßiges Klacken; Schleif-, Kratz- oder Pieptöne - deuten hingegen auf eine defekte Festplatte hin.

Hamburg, Stellingen - 04. Januar 2019 - Sebastian Evers


 Hinweis: Andere Besucher haben nach Datenrettung von mechanisch defekten Festplatten gesucht.

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Keine Sorge - heile Festplatten machen auch Geräusche

Festplattenlaufwerke sind elektronische und mechanische Geräte. Wie jede andere Maschine erzeugen auch Festplatten Geräusche, wenn diese angeschaltet und in Betrieb genommen werden. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine externe Festplatte oder interne Festplatte handelt. Zu den erwünschten Lauten bei einer Festplatte zählen die Bewegungsgeräusche durch die Rotation (Drehung) des Platter-Stacks und die klickenden Töne, welche erklingen, wenn der Schreib-/Lesekopf zur Initialisierung oder für Zugriffe auf die Datenträgerscheiben fährt.

Normale Festplattengeräusche intakter Laufwerke

Festplatten erzeugen bedingt durch ihren Aufbau und die beweglichen Teile verschiedene Geräusche. Diese Geräusche können abhängig vom Hersteller oder Modell des Laufwerks abweichen und variieren. Reguläre Festplattengeräusche haben folgende Ursprünge:

  • Start- sowie Laufgeräusche des Festplattenmotors
  • Anlaufen und Rotationsgeräusche der Spindel und Platter
  • Schreib-/Lesekopf-Initialisierung und Kalibrierung
  • Bewegung der Schreib-/Leseköpfe sowie Schreib-/Lesevorgänge

Die defekte Festplatte macht Geräusche

Eine veränderte Geräuschkulisse bei Festplattenlaufwerken kann verschiedene Ursachen haben. Die beiden klassischen Szenarien für ungewöhnliche Festplattengeräusche sind zum einen Verschleiß und Materialermüdung, zum anderen äußere Einwirkung (z. B. Sturz, Erschütterung, Schlag). Eine physisch beschädigte Festplatte kann bei kleinsten Beeinträchtigungen Geräusche von Klicken, über Schleifen, bis hin zu klopfenden oder kratzenden Tönen von sich geben. Auch sich wiederholende piepende Laute sind keine Seltenheit und können plötzlich auftreten. Befinden sich in einem solchen Fall sehr wichtige Daten auf der Festplatte, dann ist eine professionelle Datenrettung erforderlich.

Interessanterweise finden sich für die recht "klassischen" Geräusche bei beschädigten Festplatten eine Vielzahl an fantasievollen Synonymen - je nachdem, wen man fragt. So sprechen von Datenverlust betroffene Kunden bei klickenden Schreib-/Leseköpfen oftmals auch von Klacken, Rascheln, Knattern, Rattern, Schlagen, Knacken, Schaben, Knistern, Klopfen, Ticken, Geklapper, Klackern, Schnarren oder Rumpeln.

Die defekte Festplatte macht klickende Geräusche

Klickende und klackende Laute sind Klassiker unter den defekten Festplatten. In einem Großteil der Fälle ist ein vorhergehender Sturz ein bekannter Auslöser dafür, dass die Festplatte nicht mehr erkannt wird und klickt. Das klickende Geräusch wird von den Schreib-/Leseköpfen verursacht, die versuchen, sich auf den Datenträgerscheiben zu positionieren - aufgrund einer Beschädigung schlägt dies jedoch fehl.

Das Herunterfallen eines Laufwerks zieht meist einen Headcrash nach sich, bei dem die Köpfe auf den magnetischen Oberflächen aufschlagen. Dadurch können sowohl die Schreib-/Leseköpfe als auch die ferromagnetischen Oberflächen Defekte aufweisen. Das rhythmische Klackergeräusch wird auch häufig als "click of death" tituliert; mit dem der "Festplattentod" einher geht. Defekte Schreib-/Leseköpfe können abgesehen von einem Sturz aber auch einfach eine Folge von Verschleiß sein. Ein weiterer Grund könnte ebenfalls ein Fehler in der Softwaresteuerung sein, wodurch jedoch kein direkter Schaden an den Köpfen vorliegen muss.

 Klackende Schreib-/Leseköpfe bei einer Seagate Barracuda Festplatte

Klackernde Schreib-/Leseköpfe bei einer Hitachi Travelstar Festplatte

Klickende Schreib-/Leseköpfe bei einer Samsung SpinPoint

 Schlagende Schreib-/Leseköpfe bei einer Western Digital Sorpio Blue (Laptop-Festplatte)

Die beschädigte Festplatte verursacht Kratzgeräusche

Ist die Festplatte nicht mehr funktionsfähig und ertönt ein schleifendes oder kratzendes Geräusch, dann ist die Festplatte defekt. Für die Schleifgeräusche gibt es erfahrungsgemäß zwei häufige Quellen, durch die derartige Laute zustande kommen können:

  • Die Schreib-/Leseköpfe sowie die Kopfträger haben durch einen Headcrash auf der ferromagnetischen Datenträgeroberfläche aufgesetzt und schleifen auf diesen. Durch die schnellen Rotationsgeschwindigkeiten - zwischen 5.400 und 15.000 Umdrehungen pro Minute - wird, durch die Reibung der Komponenten aufeinander, die Magnetschicht von der Oberfläche herunter gefräst. Ein derartiger Schaden stellt ein fatales Fehlerbild mit überaus geringen oder gar keinen Datenrettungs-Chancen dar.
  • Je nach Festplattenmodell befindet sich die Parkposition für die Schreib-Leseköpfe direkt auf dem Platter-Stack oder auf einer Kunststoff-Rampe neben dem Platter-Stack. Durch äußere Einwirkung (Sturz, Schlag, Erschütterung) im ausgeschalteten Zustand können die Schreib-/Leseeinheiten von der Parkrampe zwischen die Datenträgerscheiben und die Rampe rutschen. Setzt man die Festplatte nun unter Strom, so schrammen die Köpfe am Rand der Magnetscheibe und verursachen das charakteristische Kratz- beziehungsweise Schleifgeräusch.

Des Weiteren können auch Verlagerungen und Fehlausrichtungen der Scheiben innerhalb des Platter-Stacks oder der Schreib-/Leseköpfe zu vergleichbarem Krach führen. Ein selteneres Szenario war bislang ein Bruch innerhalb des Lagers, welches bei Inbetriebnahme einen kreischenden Laut, nicht unähnlich zum Schleifen und Kratzen der oben genannten Szenarien, verursacht hatte.

Die kaputte Festplatte gibt piepende Töne von sich

Wenn die Festplatte nach einem Sturz sich wiederholende Piep- und Fieptöne von sich gibt, dann handelt es sich erfahrungsgemäß um einen mechanischen Fehler am Laufwerk. Die Schreib-/Leseeinheit - genau genommen die feinen Köpfe - haften auf der ferromagnetischen Datenträgeroberfläche an und arretieren den Platter-Stack (Stiction). Dementsprechend sind auch keine regulären Betriebsgeräusche (Laufgeräusche) zu hören oder Vibrationen spürbar. Initialisierungsversuche sollten beim Aufkommen von Pieptönen unterlassen werden, da im Falle dessen, dass die Magnetscheiben sich "befreien", die Schreib-/Leseköpfe und die Datenträgeroberflächen schwerwiegende Schäden davon tragen könnten. Bei manchen Laufwerken kann schon das bloße Herumdrehen des Datenträgers genügen, sodass die Trägheit der Platter ausreicht, um ein Abreißen der Köpfe herbei führen zu können.

Die Festplatte brummt und summt

Geben Festplatten Brumm- oder Summtöne von sich - ohne dass ein Anlaufen der Festplatte spürbar ist - ist von einer Beschädigung oder einem Fehler am Lager auszugehen. Der Festplattenmotor schafft es in dieser Situation nicht das Lager bzw. die Spindel zu bewegen. Das macht sich durch zumeist sehr deutlich fühlbare Vibrationen sowie die bereits zuvor erwähnten Festplattengeräusche bemerkbar. Ein Lösen der Blockade bzw. Verkantung durch den Festplattenmotor selbst ist ausgeschlossen, sodass eine fachmännische temporäre Instandsetzung im Reinraumlabor erforderlich ist, um Daten retten zu können.

Ältere Festplattenlaufwerke des Herstellers Maxtor verursachen zusätzlich zum Brummen und Summen eine Tonfolge, welche an ein klingelndes Telefon erinnert; vermutlich um über die daraus resultierende Vibration das Festsetzen der Köpfe zu negieren und die Funktionalität der Festplatte wiederherzustellen. Die Festplatte kann nicht differenzieren, ob es sich nun um eine Blockade durch eine Stiction oder einen Defekt am Lager handelt und reagiert dementsprechend - ausgehend von anhaftenden Köpfen auf der ferromagnetischen Datenträgeroberfläche.

Lagerschaden bei einer Maxtor Festplatte

Die Festplatte macht keine Geräusche mehr

Macht die Festplatte mehr als die normalen Betriebsgeräusche, so ist das ärgerlich. Macht der mechanische Datenträger aber gar keinen Mucks mehr, ist das ebenso ärgerlich. Wenn Festplatten keinen Laut mehr von sich geben und zusätzlich keinerlei Bewegungen oder Vibrationen zu erfühlen ist, dann sind Elektronikdefekte sehr wahrscheinlich. Ein zusätzliches warm werden der Platine, wenn Strom angeschlossen ist, ist ein weiteres Indiz dafür. Riecht die PCB zusätzlich noch verbrannt, dann liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine defekte Festplattenplatine vor.

Bei betagteren Festplattenmodellen hat es früher ausgereicht, wenn man einfach die Platine gegen eine baugleiche Version ausgetauscht hat. Bei den aktuelleren Festplatten auf dem Markt ist dies nicht mehr ohne weiteres möglich, da jeder Datenträger ab Werk adaptive Parameter und individuelle Informationen in die Firmware geschrieben bekommt. Diese Daten gelten jeweils nur für exakt dieses Laufwerk. Dementsprechend sind tiefgreifende Manipulationen erforderlich, um die Daten von einer Festplatte mit kaputter Elektronik wiederherzustellen.

Unterschiedliche Geräusche - je nach Festplatten Art

Auch wenn es eine Vielzahl verschiedener Töne, Klänge und Melodien für unterschiedliche Festplattenprobleme gibt, so sind diese für alle Festplattenlaufwerke mehr oder weniger einheitlich. Es gibt keine großartigen Unterschiede zwischen einer Server Festplatte aus einem RAID oder einer Festplatte aus einem Notebook, wenn es darum geht, dass beispielsweise die Schreib-/Leseköpfe defekt sind und sich dieser Fehler akustisch bemerkbar macht. Ob interne oder externe Festplatte, Laptopfestplatte oder NAS Laufwerk; ob IDE, SATA, SCSI, SAS oder USB Interface, die defekten Festplatten klingen abhängig von ihrem Fehler mehr oder weniger identisch. Natürlich gibt es herstellerseitige Unterschiede, da jeder Hersteller seine Festplatten ein wenig anders konstruiert und gestaltet.

DI (FH) Markus Häfele
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