Datenverlust: Die häufigsten Fehlerbilder und wie Sie sich richtig verhalten!
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Pressemeldung - Datenverlust: Die häufigsten Fehlerbilder und wie Sie sich richtig verhalten!

Hamburg, Wien - 19. August 2016

Datenverlust ist ein Thema, mit dem man sich mitunter ungerne befasst. „Es wird schon nichts passieren“ ist eine häufige (Fehl-)Annahme. Wenn es dann doch passiert, reagieren viele panisch und verschlimmern das Schadensbild massiv durch unüberlegtes Handeln und eigene Rettungsversuche. Damit Ihnen das nicht passiert und Sie im Fall der Fälle richtig reagieren können, haben wir im Anschluss die häufigsten Ursachen für Datenverlust aufgelistet:

1. Die Festplatte klackert oder wird nicht mehr erkannt - Headcrash

Ein klackendes, kratzendes oder schleifendes Geräusch deutet auf eine Beschädigung der Schreib-/Leseköpfe hin. Da diese nur wenige Dutzend Nanometer über den Magnetscheiben schweben, kann eine erneute Inbetriebnahme der Festplatte oder der Sturz die Oberflächen der Magnetscheiben zerstören. Wenn ein Datenträger mit Sturzschaden weiterhin verwendet wird, verschlechtert sich das Schadensbild also immer mehr. Im schlimmsten Fall wird eine Datenrettung dadurch unmöglich gemacht. Attingo rät daher dringend davon ab, Festplatten nach einem Sturz oder einer Erschütterung weiter zu benutzen!

2. SSD/Flash-Speicher defekt

Die Annahme, dass SSD-Festplatten nicht oder viel seltener kaputt werden als andere Datenträger, ist weit verbreitet, kann jedoch leider nicht bestätigt werden. Im Verhältnis zu Festplatten treffen SSDs zwar derzeit noch seltener in unseren Labors ein, jedoch liegt das primär an der noch nicht so weiten Verbreitung. Die Tendenz ist aber steigend! Die mechanische Belastbarkeit bei SSDs ist in der Regel größer als bei Festplatten, jedoch können bei SSDs elektronische Komponenten defekt werden. Eine SSD bzw. andere Flash-Datenträger bestehen zum Einen aus einem Controller, welcher das Interface zum Computer und die interne Verwaltung der Speicherbausteine übernimmt. Speicherbausteine sind die zweite wesentliche Komponente, dort werden die Daten, Prüfsummen sowie interne Verwaltungsinformationen abgelegt. Defekte können beiden Bestandteilen und auch bei der Firmware auftreten! Ein häufiges Problem ist zudem die Selbstverschlüsselung der SSD, wenn der Schlüssel innerhalb des Geräts verlorengeht.
Auch bei SSDs kann sich der Schaden durch eigene Rettungsversuche drastisch verschlimmern. Installieren Sie auf keinen Fall aktuelle Firmware-Versionen auf Ihrer SSD!

3. Defektes NAS

Viele Klein- und Mittelbetriebe setzen vermehrt NAS-Systeme ein. Diese verwenden meistens RAIDs zur Speicherung der Daten. Die Software von NAS-Systemen umfasst meistens mehrere hundert Megabyte bis einige Gigabyte. Darin integriert sind die RAID-Verwaltung, die Steuerung von Freigaben und die Implementierung der Protokolle für die Shares. Die Software ist fehleranfällig, besonders riskant sind nach unserer Erfahrung Firmware-Updates. Sehr häufig sind nach einem Firmware-Update mit tiefgreifenden Systemaktualisierungen alle Freigaben verschwunden oder leer. Achten Sie daher immer darauf, vor einem Firmware-Update eine vollständige Datensicherung durchzuführen.

4. Dateien oder Verzeichnisse wurden gelöscht oder überschrieben

Eine gelöschte oder überschriebene Datei oder gar ein ganzes Verzeichnis - eine Horrorvorstellung für jeden Anwender! Unabhängig davon, ob es sich bei den gelöschten oder überschriebenen Dateien um eine ganze MySQL-Datenbank oder nur einzelne Word-, Excel- oder Bilddateien handelt, raten wir strengstens davon ab, mit dem System weiterzuarbeiten! Wenn das System weiterläuft und auch nur kleinste Operationen wie zum Beispiel das Suchen von Datenrettern im Internet oder weiteres Herunterladen von Dateien durchgeführt werden, vergrößert sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Bereiche, in denen sich die gelöschten Daten befinden, überschrieben werden. Selbst bei einem Neustart des Systems werden bereits viele neue Daten in Form von Auslagerungs- oder temporären Dateien abgespeichert.

5. Überhitzung -> Feuer

Festplatten besitzen bestimmte Temperatur-Parameter, in denen die Hersteller die Funktionsfähigkeit garantieren. Neue Modelle verkraften im Betrieb 0 bis 60 Grad Celsius, außerhalb sogar -40 bis 70 Grad Celsius. Ältere Modelle können bereits bei geringeren Schwankungen anfällig sein. Am häufigsten passiert es, dass Laptops, PCs oder externe Festplatten nicht richtig oder ausreichend belüftet werden, weil zum Beispiel der Lüftungsfilter verdreckt ist oder weil keine Luftzirkulation vorherrscht, bei Serverräumen analog dazu eine nicht ausreichende Klimatisierung. Eine intensive Sonneneinstrahlung auf Festplatten oder Laptops, zum Beispiel im Auto, kann das Temperaturmaximum bereits überschreiten und Bauteile in Mitleidenschaft ziehen.
Auch bei Hausbränden kommt es oft vor, dass Festplatten beschädigt werden. Wenn Ihre Festplatte einen Brandschaden aufweist, ist es äußerst wichtig sofort zu handeln! Je länger man wartet, desto schlimmer kann der Schaden werden und die Chancen einer erfolgreichen Datenrettung sinken.

6. Wasserschaden

Auch Wasserschäden sind eine häufige Ursache für Datenverlust. Ob nun im Urlaub die Digitalkamera mit der Speicherkarte ins Wasser gefallen ist, ein Getränk über die externe Festplatte oder den Laptop geschüttet wird oder nach Überschwemmungskatastrophen. Bei einem Wasserschaden liegt die Problematik häufig darin, dass im Inneren einer Festplatte kein Vakuum herrscht, wie oft angenommen, sondern diese mit reiner Luft gefüllt ist. Ein sogenannter Schneckengang zieht sich vom Inneren der Festplatte bis nach außen. Dieser ist durch mehrere Filter vor eindringendem Staub geschützt, jedoch kann bei längerer Wassereinwirkung Wasser eindringen und zu Korrosion führen. Da eine eigenständige Trocknung mit einem Handtuch, einem Föhn oder Ähnlichem fatale Folgen haben kann, empfehlen wir dringend, eine Festplatte mit Wasserschaden in ein leicht angefeuchtetes Tuch einzuwickeln (um eine Trocknung zu vermeiden) und SOFORT zu einem spezialisierten Fachmann mit Reinraumlabor zu bringen, um dort eine kontrollierte Trocknung und anschließende Datenrettung durchführen zu lassen.

7. Externe Festplatte ist heruntergefallen

Aufgrund der Vielzahl an empfindlichen Bauteilen einer Festplatte führen Stürze oder Erschütterungen in der Regel zu einem Defekt. Am häufigsten sind es externe Festplatten, welche heruntergefallen sind oder unsanft bewegt wurden – unabhängig davon ob im Betrieb oder im ausgeschalteten Zustand. Hier ist zu unterscheiden zwischen 2,5 und 3,5 Zoll Festplatten. 2,5 Zoll Festplatten sind von ihren Parametergrenzen her wesentlich toleranter und damit besser für den mobilen Einsatz geeignet als 3,5 Zoll Festplatten, jedoch weisen darauf die Festplattenhersteller in den seltensten Fällen hin. Was viele unserer Kunden nicht bedenken: es gibt einen Unterschied zwischen Datensicherung und –Auslagerung. Wird die externe Festplatte nur dazu verwendet Sicherungskopien anzulegen, sind die Daten ja ohnehin noch auf einem anderen Medium vorhanden und die Datenrettung somit obsolet.
Grundsätzlich gilt: Wenn wichtige Daten auf der Festplatte vorhanden sind, diese NICHT nochmals einschalten um zu sehen ob sie noch funktioniert, da jeder weitere Startversuch zu einer Erschwerung der Datenrettung, im schlimmsten Fall sogar zu einer fatalen Beschädigung führen kann!

8. PC/Laptop neu aufgesetzt und Daten nicht gesichert

Beim Neuaufsetzen eines Computers kommt es immer wieder vor, dass vergessen wird, bestimmte Daten zu sichern. Häufige Beispiele sind E-Mail-Posteingänge, Favoriten und Musikdateien. Wenn Sie während der Neuinstallation bemerken, dass Sie wichtige Daten nicht gesichert haben, brechen Sie den Vorgang SOFORT ab! Je weniger geschrieben wird, desto besser stehen die Chancen dass die gewünschten Daten noch vorhanden sind.

Andreas Mortensen
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