Fallstudie: NASdeluxe NDL-21200R
Fallstudie zur Wiederherstellung eines RAID 6 Server in einem NASdeluxe NDL-21200R mit zwölf involvierten Festplatten.
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Datenrettung eines NASdeluxe NDL-21200R RAID 6 Server mit zwölf Festplatten

Die Datenrettung der Video- und Audioprojekte erfolgte im Rahmen unseres Business Service - die Bearbeitung war nach fünf Werktagen abgeschlossen.

04. April 2018 - Sebastian Evers

Ausgangssituation des Datenverlusts:

Speichermedium mit Datenverlust:

  • NASdeluxe NDL-21200 Server (RAID 6)
  • zwölf Festplatten (Hitachi HUA72303ALA640 und HGST HUS724030ALE640)
  • Linux / EXT4
  • iSCSI Volumen

Zur Wiederherstellung spezifizierte Daten:

  • Videodateien (Videoschnitte, Projektdateien)
  • Audiodateien
  • Dokumente

Das eingebettete Produktivsystem eines großen Werbekunden hatte sich im laufenden Betrieb aufgehängt, nachdem es am Vortag noch ganz regulär funktioniert hatte. Alle elf Festplattenlaufwerke und die Hot-Spare wurden vom RAID-Controller mit dem Status "healthy" ausgegeben, aber sämtliche abgerufenen Projektdaten waren fehlerhaft.

Der Server wurde sorgfältig herunter gefahren. Nach dem Neustart des Servers fuhr dieser nicht mehr hoch und war auch nach Stunden noch nicht gebootet. Das System verlangte nach einem Filesystemcheck, welcher auch ausgeführt worden ist. Der Herstellersupport äußerte die Vermutung, dass das Dateisystem möglicherweise korrupt sei.

Analyse, Durchführung der Datenrettung:

Bei der physischen Überprüfung der einzelnen Festplattenlaufwerke in der Diagnose wurden keine gravierenden Beschädigungen an den Datenträgern festgestellt. In der Rohdatenextraktion konnten von fast allen Datenträgern vollständige 1 zu 1 Kopien - für den weiteren Bearbeitungsverlauf der Analyse - angefertigt werden. Mit Hilfe spezieller Verfahren konnten die Attingo Techniker das RAID 6 System virtuell simulieren und das zerstörte EXT4 Dateisystem wiederherstellen.

Besonderheit:

Da die IT Struktur des Kunden auf Applesystemen (MacBook, Mac Pro, iMac) - abgesehen von den Servern - basierte, mussten sämtliche Dateibestände aus dem nativen EXT4 Dateisystem in das HFS+ Dateisystem konvertiert werden.

Aufgrund des technisch bedingt zeitintensiven Konvertierungsvorgangs, der enormen Datenmengen und der Wichtigkeit bestimmter Projektdaten wurden nach Rücksprache die wiederhergestellten Daten der Kundenpriorität entsprechend sukzessive auf mehrere externe Datenträger aufgeteilt ausgeliefert.

 

Andreas Mortensen
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