Datenrettung einer Western Digital My Passport Ultra
Fallstudie zur Wiederherstellung einer heruntergefallenen externen WD My Passport Ultra Festplatte des Herstellers Western Digital.
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Datenrettung einer WD My Passport Ultra

Die temporäre Instandsetzung und Wiederherstellung der externen WD My Passport Ultra Festplatte erfolgte im Rahmen unseres Business Service - die Bearbeitung war innerhalb von sechs Werktagen abgeschlossen.

30. Mai 2018 - Sebastian Evers

Ausgangssituation des Datenverlusts:

Speichermedium mit Datenverlust:

Zur Wiederherstellung spezifizierte Daten:

  • Audiodateien, -formate (*.wav)

Die externe Festplatte von Western Digital war aus einer Höhe von etwa 90 cm auf den Boden gefallen. Nach dem Sturz der Festplatte wurde diese erneut angeschlossen und es konnten problemlos Daten übertragen werden. Am nächsten Tag wurde die WD My Passport nicht mehr vom Computer erkannt. Beim Anschließen stürzte die Festplatte nach etwa 30 Sekunden immer wieder ab, um sich darauf hin wieder neu zu starten. Dieser Vorgang wiederholte sich in einer Endlosschleife, bis man die Festplatte wieder vom Strom trennte.

Wie uns der Kunde berichtete, war der Datenträger bereits zur Diagnose bei einem anderen nicht unbekannten Datenretter im Reinraumlabor gewesen. Der Schilderung des Mitbewerbers nach war dieser zum aktuellen Zeitpunkt nicht fähig eine Wiederherstellung anbieten und vornehmen zu können. Da vorab ein Pauschalpreis vereinbart worden war, vermutete der Kunde, dass der Anbieter den exorbitanten Aufwand der Datenwiederherstellung angesichts des geringen Festpreis scheute und deshalb die Aussage tätigte, dass eine Wiederherstellung der Daten nicht durchführbar sei. Auf Empfehlung seines Informatiklehrers an der Hochschule, einem zufriedenen Kunden Attingos, wandte sich der Kunde an Attingo, um die erhaltenen Informationen verifizieren zu lassen beziehungsweise eine zufriedenstellendere Aussage zu erhalten.

Analyse, Durchführung der Datenrettung:

Die Diagnose des Datenträgers erfolgte im Business Service. Im Verlauf der physischen Diagnose wurde der Datenträger von unseren Ingenieuren im Reinraumlabor geöffnet. Dabei konnten unter anderem Teilabdrücke von Fingerabdrücken sowie Oberflächenschädigungen (erkennbare Einschläge) auf den ferromagnetischen Datenträgeroberflächen diagnostiziert werden. Die acht Schreib-/Leseköpfe waren weder verbogen noch erkennbar beschädigt oder verunreinigt. Die Datenträgeroberflächen wurden gesäubert und beim Zugriffsversuch versuchten die Schreib-/Leseköpfe sich zu kalibrieren, klickten aber nur noch.

Die Schreib-/Leseeinheiten wurden dementsprechend mit baugleichen Ersatzkomponenten ausgetauscht und die Festplattenelektronik zur Vermeidung zusätzlicher Fehlerquellen mit einem SATA Interface modifiziert. Mithilfe spezieller Verfahren wurde der Versuch unternommen, vorliegende Fehler in der Softwaresteuerung zu beheben. Allerdings ließ sich der Servicebereich für die Softwaresteuerung des Datenträgers mit den Ersatzschreib-/Leseköpfen nicht ansteuern. Nachdem die Verwendung weiterer Ersatzteile ein ähnliches Bild zeichnete, kam bei den Technikern ein Verdacht auf: Einige Oberflächen ließen sich regulär mit den Ersatzteilen ansprechen und gaben partiell Rohdaten aus. Andere Oberflächen lieferten keine Informationen oder gaben nur Fehler aus.

Daraus zogen unsere Techniker den Schluss, dass der Platter-Stack wohl zerlegt wurde und einige der Datenträgerscheiben beim Rückbau falsch herum eingesetzt wurden, sodass die zu erwartenden Informationen nicht auf der mit dem jeweiligen Kopf angesteuerten Oberfläche zu finden waren.  Im Zuge dessen wurde der Platter-Stack im Reinraumlabor aufwändig in seine Einzelteile zerlegt. Dabei musste festgestellt werden, dass die unterste Oberfläche eine sichtbare, nicht vom Aufschlag eines Schreib-/Lesekopf stammende Kratzspur aufwies - vermutlich von einem abgerutschten Schraubenzieher. Mit dem Rückbau der Datenträgerscheiben konnte die ursprüngliche Konstellation wiederhergestellt werden, um den Datenträger temporär instand zu setzen. Es konnten insgesamt mehr als 99 % der belegten Nutzerbereiche extrahiert und ein hervorragendes Datenrettungsergebnis präsentiert werden.

Besonderheit:

Wir können natürlich nur spekulieren, warum es zur falschen Anordnung der Datenträgerscheiben beim Rückbau gekommen ist: Eventuell wollte jemand die Beschädigung mit dem Schraubenzieher verbergen oder die Wiederherstellung für weniger ambitionierte und unerfahrenere Datenretter zusätzlich erschweren. Auch in diesem Fall ist Attingo seinem Leitsatz "We try harder" treu geblieben und konnte die Daten der WD My Passport zur vollen Zufriedenheit des Kunden rekonstruieren.

Andreas Mortensen
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